Höhenrettung ist in Deutschland vorrangig bei der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk (THW), angesiedelt. Hierdurch steht der Zugang zum Patienten und dessen seilunterstützte Rettung im Vordergrund. Die präklinische Versorgung nach allgemein herrschenden notfallmedizinischen Standards schließt sich hier erst an. Bei dieser herkömmlichen Verfahrensweise ist davon auszugehen, dass die medizinische Notfallversorgung im Bereich der urbanen Höhenrettung frühestens 30-45 Minuten nach Alarmierung eingeleitet wird.
Durch die Kombination von technischer und medizinischer Rettung kann die Bergwacht eine rettungsdienstliche Maximalversorgung durchführen. Dies bedeutet im konkreten Fall, dass der Patient bereits während der seilunterstützten Rettung maximalversorgt ist und hierbei erforderlichenfalls unter ständigem Monitoring steht. Sei es durch die Retter der Bergwacht oder zusätzlich durch einen Notarzt.
